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Publikationsdatum
16. März 2001
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Radio Vatikan ist mit schweren Vorwürfen konfrontiert worden: Die Sendeanlagen der Radiostation des Heiligen Stuhls würden durch Elektrosmog gesundheitliche Schäden verursachen, heißt es in einer Anklage der italienischen Staatsanwaltschaft. In den angrenzenden Wohngebieten in Rom gäbe es eine auffällige Häufung von Leukämieerkrankungen. In die Verantwortung wird auch das staatliche italienische Elektrizitätswerk Enel gezogen, das die Sendeanlagen aufstellte. Der WWF (World Wildlife Fonds) forderte wissenschaftliche Untersuchungen über die Gefährdung durch Elektrosmog.

Guido Santonocito vom WWF hat gegenüber italienischen Medien bestätigt, dass an circa 50 Orten in ganz Italien eine erhöhte Belastung durch Elektrosmog gegeben sei. Dennoch hätte bisher niemand die Verantwortung dafür übernommen, um entsprechende Vorkehrmaßnahmen zu treffen. Gerade ein Radio, das christliche Werte propagiere, müsste dafür eine besondere Sensibilität vorweisen.

Von Seiten des Vatikans werden die Vorwürfe zurückgewiesen. Es gebe keinen wissenschaftlichen Beweis für einen Zusammenhang zwischen den Sendeanlagen und den Leukämiefällen, sagte der Programm-Verantwortliche Pater Federico Lombardi. Radio Vatikan http://www.vatican.va hätte bereits vor allen anderen Radiosendern in Italien die EU-Maßnahmen zum Schutz vor Strahlungen respektiert.