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21. Oktober 2002
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Microsoft macht einen Rückzieher bei dem geplanten Kopierschutz in Windows XP Media Center Edition, einer Betriebssystemvariante für den Multimedia-Einsatz. Wie der US-Dienst Cnet berichtet, wurde die ursprünglich sehr strikt geplante Kopierschutzfunktion wegen Protesten von Endnutzern fallengelassen.

In der ursprünglich geplanten Version hätte eine auf dem Multimedia-PC gebrannte DVD nur auf dem selben Computer abgespielt werden können. Dieser Schritt sollte die Verbreitung von Raubkopien verhindern. Mit der jetzt vorgesehenen Brennsoftware soll der Benutzer DVDs erstellen können, die auf jedem PC mit installiertem Windows XP und dem Media Player der Version 9 abspielbar sind. Bis zum Jahresende sollen Updates die Medien auch auf normalen DVD-Playern nutzbar machen. Fernsehsendungen, die mit einem CGMS/A-Signal ausgesendet werden, können aber auch in Zukunft nicht vom Windows XP Media Center verarbeitet werden.

Als erstes will HP einen speziellen Multimedia-PC mit dem Windows XP Media Center für rund 1500 Dollar auf den Markt bringen. Microsoft und HP treten damit gegen den japanischen Elektronikkonzern Sony an, der bereits in den vergangenen Wochen einen PC mit integrierten Multimedia-Funktionen wie Festplatten-Videorecorder und integriertem DVD-Brenner vorgestellt hat.