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12. Oktober 2002
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Hätte die RIAA im Weissen Haus das Sagen, wäre der Online-Tauschdienst KaZaA Staatsfeind Nummer eins und alle User Terroristen. Die Lobby der US-Musikindustrie ist der Auffassung, dass KaZaA derzeit der "erfolgreichste" Verbreiter von illegalen Musikdateien über das Internet ist. Diese Meinung vertrat RIAA-Chefin Hilary Rosen in einer Anhörung vor dem US-Kongress, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Demnach sei die Peer-to-Peer-Software von KaZaA inzwischen über 120 Mio. Mal installiert worden. Monatlich werden illegal über 2,6 Mrd. Musikdateien per File-Sharing im Web ausgetauscht, so Rosen.

Rosen stellte ein Vier-Punkte-Programm vor, von dem sie meint, dass es die gegenwärtigen Copyright-Probleme der Musikbranche am besten lösen kann: Darin will die Musikindustrie öffentlich darüber aufklären, dass illegaler Dateientausch kein Kavaliersdelikt sei und gleichzeitig das legale Musikangebot an den Bedürfnissen der Fans orientieren. Zudem soll illegales Kopieren strafrechtlich verfolgt und durch technische Massnahmen weiter erschwert werden. Vergangene Woche startete in den USA eine Kampagne, die bei Musikliebhabern mit Hilfe von Popstars wie Britney Spears das Unrechtsbewusstsein steigern soll. Laut Cnet Download.com wurde der KaZaA Media Desktop bereits rund 126,5 Mio. Mal geladen.