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3. November 2011
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Nach exakt 50 Jahren des Aufbaus und der erfolgreichen Pflege des Schweizer Markts für Panasonic hat der japanische Elektronikkonzern seinem Schweizer Generalvertreter John Lay Electronics AG unerwartet die Vertriebsrechte auf Ende März 2012 entzogen. Panasonic will den Schweizer Markt künftig über eine eigene Niederlassung bedienen.

Von den insgesamt 122 Mitarbeitenden in Luzern/Littau verlieren rund 87 ihre Stelle und etwa 35 Mitarbeitende erhalten von Panasonic ein Stellenangebot. Wie es in der Medienmitteilung heisst, begrüssen es die Arbeitnehmervertreter, dass sich John Lay Electronics AG für einen soliden Sozialplan stark gemacht hat.  Der Sozialplan sieht entsprechend der bisherigen Anstellungsdauer über die Kündigungszeit hinausreichende Lohnfortzahlungen vor. Arbeitnehmer mit Familie können überdies Umzugsentschädigungen geltend machen, wenn ihr künftiger Arbeitsort einen Umzug erfordert. Zudem hat John Lay Electronics AG in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern und dem Amt für Berufsbildung betriebsintern eine Stellenvermittlung eingerichtet.

Erich J. Fust, CEO: «Es ist uns wichtig, dass der Übergang unserer Panasonic-Marketing- und Vertriebsaufgaben auf Panasonic fair und geordnet erfolgt. Als Familienunternehmen fühlen wir uns mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eng verbunden. Doch wir können die unerwartete Beendigung der Zusammenarbeit der Panasonic mit uns nicht ändern.»

Die John Lay Solutions AG ist vom Ende der Zusammenarbeit mit Panasonic nicht betroffen.

Panasonic hat noch keine Entscheidung in Bezug auf die Standortfrage getroffen. Mit der John Lay Electronics AG stellt hierzulande einer der letzten unabhängigen Repräsentanten der Unterhaltungselektronikbranche endgültig seine Vertretung für eine grosse internationale Marke ein.

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