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Publikationsdatum
17. Juli 2007
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An der Technischen Universität Berlin wurde ein optisches Speichersystem entwickelt, mit dem bis zu 500 Gigabyte an Daten auf eine Disk geschrieben werden können. Im Gegensatz zu anderen holografischen Lösungen knüpfen die Berliner Forscher aber an bestehende HD-DVD- und Blu-ray-Technologien an. Das Beschreiben und Auslesen erfolgt über herkömmliches Laserlicht und auch bei der Grösse unterscheiden sich die "Holo-Disks" nicht vom derzeit gängigen Industriestandard. Der Unterschied liegt in der beschreibbaren Tiefe des Mediums.

Während HD-DVDs und Blu-ray-Disks nur auf wenigen übereinander gelagerten Schichten beschrieben werden können, sind die Möglichkeiten des neuen holografischen Mediums weitaus größer. "Der Einsatz fotoempfindlicher Polymere sorgt für die notwendige Transparenz des Materials, damit das Laserlicht in tiefer liegende Schichten vordringen kann", erklärt Susanna Orlic, Leiterin des auf den Namen Microholas" getauften Projekts.

Beim aktuellen Prototyp schafften die Wissenschaftler insgesamt 50 gestapelte Datenebenen sowie die Rekordspeicherdichte von 500 Gigabyte auf einer Disk mit zwölf Zentimeter Durchmesser. In den nächsten zwei bis drei Jahren rechnen die Forscher damit, den Wert auf über ein Terabyte Speicher verdoppeln zu können.

Die Einführung neuer Geräte gestaltet sich insofern als einfach, da die Technologie problemlos mit bestehenden HD- und DVD-Systemen kompatibel ist.