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19. April 2002
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Die sieben größten Hollywood-Studios wollen gemeinsame Standards für digitale Kino-Technologie forcieren. Geplant sind verschiedene Initiativen, darunter die Festlegung von technischen Standards, die die Austauschbarkeit mit konkurrierenden Formaten erlauben, berichtet der Branchendienst Cnet. Die Studios erhoffen sich dabei auch einen Schub für die Verwendung von – bislang äusserst kostspieligem – digitalem Projektions-Equipment in den Kinosälen.

"Dabei handelt es sich um einen notwendigen Schritt in der Entwicklung des Filmemachens", wird Jarvis Mak, ein Senior Analyst des Marktforschungsinstituts Nielsen//NetRatings, zur Initiative der Hollywood-Majors zitiert. Das Interesse der Studios an einem gemeinsamen Standard würde der ganzen Industrie nützen.

Die Förderer der digitalen Kinotechnolgie erwarten sich unter anderem Vorteile hinsichtlich der Abnutzung von Filmkopien: Anders als mit traditionellem Filmmaterial könnten Kinos, die auf digitale Projektion setzen, auch noch nach Monaten dieselbe Vorführqualität bei Bild und Ton bieten. Zudem bringe die Einführung von digitaler Technik eine Verbesserung beim Vertrieb, da man Glasfasernetzwerke, Satelliten-Links oder DVD-ROMs für den Verleih benutzen könne, argumentieren die sieben Studioriesen Walt Disney, 20th Century Fox, MGM, Paramount, Sony Pictures, Universal und Warner Bros.