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12. Mai 2002
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Interaktives digitales Fernsehen (iDTV) setzt sich in Deutschland nicht durch. Während in Schweden und Dänemark bis zum Jahr 2007 voraussichtlich rund 75 Prozent aller Haushalte über einen iDTV-Anschluss verfügen werden, wird Deutschland mit einem Anteil von nur 16 Prozent das europäische Schlusslicht bilden. Dies ist das Ergebnis der Studie "Europe´s iDTV Penetration Closes in in the PC Net" des Marktforschungsinstituts Forrester Research.

Die Verbreitung von iDTV in Deutschland wird laut Forrester-Analystin Hellen Omwando vor allem durch "die missglückte Einführung des interaktiven Fernsehens durch Premiere World und die noch ungeklärten Eigentumsverhältnisse" gebremst. Auch Liberty Media werde es nicht gelingen, iDTV kurz- bis mittelfristig in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Hinter den Spitzenreitern Schweden und Dänemark folgen laut der Forrester-Prognose Norwegen mit 72 Prozent, Großbritannien mit 61 Prozent sowie Frankreich und Italien mit je 57 Prozent. Die Schweiz bringt es demnach immerhin auf eine iDTV-Verbreitung von 40 Prozent, während Österreich mit 14 Prozent sogar noch hinter Deutschland liegt.

Der Anteil der iDTV-Angebote über Satellit, der derzeit knapp 70 Prozent beträgt und von einer hohen Übertragungsqualität sowie Programmvielfalt gekennzeichnet ist, verringert sich laut Forrester bis zum Jahr 2007 auf 55 Prozent. Während heute nur 23 Prozent der iDTV-Angebote über Kabelfrequenzen und acht Prozent über Funk übertragen werden, erhöhen sich diese Anteile in den nächsten fünf Jahren auf 34 bzw. elf Prozent, heißt es weiter.