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1. November 2012
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Der Bundesrat hat die konzessionsrechtliche Grundlage geschaffen, damit die SRG die digitale Versorgungslücke beheben und die Regionaljournale über DAB+ ausstrahlen kann. Im Dezember 2012 soll der Betrieb im Gebiet Zürich-Aargau-Schaffhausen-Glarus aufgenommen werden. Bis Mitte 2016 sollen sämtliche Teilgebiete mit den entsprechenden Programmen bedient sein.

Im vergangenen April hatte das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) der SwissMediaCast AG (SMC) die Funkkonzession für ein neues DAB+-Sendernetz erteilt. Das Netz wird aus sieben regionalen Versorgungsgebieten in der Deutschschweiz bestehen. Das ermöglicht es sowohl der SRG als auch privaten Radiostationen, ihre Inhalte auf digitalem Weg an ein regionales Publikum zu richten.

Gleichzeitig werden immer weniger Sender über DAB übertragen. Seit dem 17. Oktober sind in der Deutschschweiz nur noch DRS 1, DRS 4 und DRS Musikwelle sowie einige Sender aus der lateinischen Schweiz mit DAB hören. Wäre also etwa DRS2, DRS3, Virus, Swiss Jazz oder auch das romanische Radio hören will, kann seinen DAB-Empfänger vergessen.

Nötig ist ein DAB+-Empfänger. Es gilt also beim Neukauf aufzupassen, dass man keinen Ladenhüter erwischt, der nur mit einem DAB-Empänger ausgestattet ist. Das gilt auch für Autoradios. So hat etwa VW DAB-Radios als Sonderzubehör bis im Juni in Neuwagen eingebaut.

Ungeschickt operiert die SRG, welche lediglich die Vorteile von DAB+ anpreist und den im Regen stehen gelassenen Besitzer eines DAB-Radios Tipps gibt, wie sie zu einem DAB+-Empfänger kommen.