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MUSIKREZENSION
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Publikationsdatum
30. Juni 2015
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Mark Knopfler spielt nicht nur leidenschaftlich gerne mit seinen diversen Gitarren, sondern auch mit Mikrofonen und den Tausenden von Knöpfen in seinem eigenen Aufnahmestudio. Und dies, bis ihm der Sound dann endlich, endlich restlos gefällt. So geschehen auch bei seinem neusten Album Tracker, bei welchem Knopfler und sein Mitstreiter Guy Fletcher  "viel Tonband verbraucht hätten" - was das im Hi-Resolution-Zeitalter auch immer heissen mag ...

Knopflers Spielplatz

Um sich voll und ganz an seinen Instrumenten und Geräten austoben zu können, hat sich Knopfler seine eigenen Studios bauen lassen. Die  British Grove Studios, mit den Studios One and Two, wurden nach Knopflers Vorlieben bestückt. Zu finden sind hier Vintage Juwelen wie etwa die alten, röhrenbestückten und aus den sechziger Jahren stammenden EMI Mischpulte. Neueren Datums sind die Neve 88R Console in Studio One und die API Legacy in Studio Two. Die Monitor-Lautsprecher stammen von ATC (Acoustic Transducer Company), einer Firma, die sich nicht ganz unbescheiden als "Manufacturers of the finest Audio System in the World" bezeichnet und neben professionellen Monitoren auch High-End-Lautsprecher für den Heimgebrauch in England "handmade" produziert.

Das Studio gewann übrigens im Jahre 2009 den Award für "The Best Studio".
Das Album Tracker hat Knopfler mit hochkarätigen Leuten wie Guy Fletcher, Joe Kearns, Jason Elliott, Andy Cook and Martin Hollis bewerkstelligt.

Gespannt

Aus verschiedenen Gründen war ich auf dieses Album sehr gespannt. Da war erstens der verspielte Oldie Knopfler, der  - wie heute noch viele alternde Spitzenmusiker - noch aktiv auf der Bühne und im Studio steht und noch lange nicht ans Aufhören denkt. Dann packen mich als Hi-Resolution-Fan natürlich nackte Zahlenangaben wie zum Beispiel 24 Bit/192 kHz, die zwar noch lange keine Garantie für guten Klang geben, aber doch ein ungeheures Klangpotential suggerieren. Und nicht zuletzt die entspannte Musik von Knopfler in seinem achten Album, das in diversen Versionen und als LP, CD und - für mich persönlich als wichtigster "Tonträger", als 24/192 Hi-Resolution Download erhältlich ist.

Knopfler klang nie besser

Der Sound, welcher über meine Referenz-Anlage, bestehend aus einem Paar Piega Coax 10.2, dem Subwoofer PS1, den Forte-Audio Vintage Amps mit den damals aufregend neuen IGBT-Transistoren, MacBook Pro samt Audirvana Plus Player und dem ami DS5- DACs, dessen LEDs frisch und fröhlich bei 192 kHz aufleuchten, meinen eher kleinen Abhörraum erfüllt, kann restlos begeistern. Bereits nach wenigen Minuten steht für mich fest: Knopfler war nie besser und sein Sound ebenfalls nicht!

Perfekter Mix

Der Mix ist so perfekt, dass man es - wie bei einer Komposition von Bach oder Mozart - nicht mehr besser, sondern nur noch anders machen könnte. Satte und ausgesprochen warme Klänge erfüllen den Raum vom höchsten Diskant bis zu Sub-Bass. Das ist echter Wohlklang! So richtig zum Abheben und in eine highfidele Welt entschweben. Die Klangbühne reicht lückenlos von ganz rechts bis links und die gnadenlos ehrlichen Coax-Bändchen-Systeme der Coax 10.2 zeigen klar: Da sitzt alles, wo es sitzen muss!

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