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Publikationsdatum
25. Juli 2012
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MEDIEN

Mit wenigen Befehlen steuerten wir bis vor kurzem unsern Fernseher: Einschalten, Lautstärke regeln, Teletext aufrufen, Sender wechseln, ausschalten. Zwar gab es da noch viele weitere Tasten, gebraucht wurden diese jedoch eher selten.

Seit das Internet die TVs erobert hat, gab es bereits einige Versuche, den Nutzern das Surfen vom Sofa aus schmackhaft zu machen - bisher mit mässigem Erfolg. Gründe dafür waren langsame Browser, überwiegend jedoch das Fehlen passender Fernbedienungen für einfaches Navigieren durchs Netz. Dass die optimale Lösung noch nicht gefunden ist, zeigte sich kürzlich auch am Innovations Media Briefing in Berlin. Zur internationalen Funkausstellung werden die TV-Hersteller versuchen, die Besucher von ihren Ansätzen zu überzeugen. Wir haben verschiedene Konzepte im Vorfeld unter die Lupe genommen und interessante Lösungen entdeckt.

Touch Pad, Gesten, Sprache oder App

Als Samsung vor einigen Monaten ihre Gestik- und Sprachsteuerung präsentierte, war die Bewunderung gross und zugleich mit Skepsis behaftet. Dies nicht ganz zu unrecht, denn wirklich einwandfrei funktionieren bisher beide nicht. Besser ist sicher der Ansatz, den Cursor per Touch Pad, ähnlich wie bei einem Notebook, zu bewegen. Ein solches hat Samsung dann auch gleich in die neue Fernbedienung integriert. Ebenfalls auf ein Touch Pad setzt Panasonic. Mit ihrem neuen Controller kann bequem durchs Netz navigiert werden. Für die Eingabe von Text wird empfohlen, eine drahtlose PC-Tastatur mit dem TV zu verbinden.

Gewissermassen All-in-one-Lösungen bieten derzeit Sony und Philips an. In beiden Fällen ist die Vorder- und die Rückseite mit einer QWERTZ-Tastatur bestückt. Dies ermöglicht eine zügige Texteingabe, ohne weitere Hilfsmittel zur Hand nehmen zu müssen. Während Sony ebenfalls auf ein Touch Pad setzt, lässt Philips den Cursor mit Hilfe von Lage- und Bewegungssensoren über den Bildschirm gleiten. Dazu muss lediglich die Position der Fernbedienung geändert werden.

Nicht zu vergessen sind in dieser Hinsicht die Steuerungs-Apps, welche mittlerweile fast jeder Hersteller für iOS und Android anbietet und die ebenfalls eine Vereinfachung darstellen. Welche Lösung sich durchsetzt, werden die Nutzer in den kommenden Monaten und Jahren entscheiden. Bilder der neuen Fernbedienungen sind in der Fotostrecke zu finden.

Wer die unterschiedlichen Fernsteuerungen gerne live ausprobieren möchte, kann dies an der IFA tun. Sie findet vom 31. August bis zum 5. September 2012 in Berlin statt. Für Schweizer Fachbesucher gibt es vergünstigte Tickets auf fairteam.ch.

Innovative TV-Steuerungen und riesige Bildschirmdiagonalen werden die IFA 2012 dominieren.
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Philips hat die inneren und äusseren Werte des stylischen Designs der Line Edge Smart TVs weiterentwickelt. Neu ist dieser in zwei Grössen erhältlich: 42 und 47 Zoll.
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Auch Samsung setzt auf mehr Fläche: Der ES8090 ist demnächst auch in einer 65 Zoll (165 cm) Variante erhältlich.
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Nochmals zehn Zoll grösser und beinahe rahmenlos ist der ES9090 von Samsung (75 Zoll / 191cm).
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Sharp setzt auf XXL für Zuhause. Hier im Bild zu sehen ist der 80 Zöller. Zur IFA 2012 wird ein noch grösseres Modell mit 90 Zoll präsentiert, was 229 Zentimetern entspricht.
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Gemäss Sharp genügen bei 80 Zoll Bildschirmdiagonale und Full HD Auflösung drei Meter Sitzabstand. Somit sind diese Riesen wohl auch für das Durchschnittswohnzimmer geeignet.
Gemäss Sharp genügen bei 80 Zoll Bildschirmdiagonale und Full HD Auflösung drei Meter Sitzabstand. Somit sind diese Riesen wohl auch für das Durchschnittswohnzimmer geeignet.
Unterschiedliche Ansätze bei der Steuerung von Smart TVs: Philips präsentierte eine Fernbedienung, bei welcher die Oberseite mit den üblichen Bedienelementen ausgestattet ist...
Unterschiedliche Ansätze bei der Steuerung von Smart TVs: Philips präsentierte eine Fernbedienung, bei welcher die Oberseite mit den üblichen Bedienelementen ausgestattet ist...
... und auf der Rückseite über eine QWERTZ-Tastatur verfügt. Sie funktioniert mit Funk und hat integrierte Lage- und Bewegungssensoren.
... und auf der Rückseite über eine QWERTZ-Tastatur verfügt. Sie funktioniert mit Funk und hat integrierte Lage- und Bewegungssensoren.
Panasonic liefert zu ihren Smart TVs künftig einen sogenannten Touch Pad Controller mit, um komfortabler navigieren zu können.
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Die Steuerung via Fernbedienung, Computertastatur oder App ist bei Panasonic ebenfalls möglich.
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Samsung liefert wie Panasonic zwei Fernbedienungen mit. Eine normale und eine mit integriertem Touch Pad und Mikrofon für die Sprachsteuerung.
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Sony verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Philips und bestückt auch beide Seiten mit Tasten.
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Die QWERTZ-Tastatur beim Modell von Sony soll ebenfalls für schnellere Texteingabe sorgen und das Surfen im Netz komfortabler machen.
Die QWERTZ-Tastatur beim Modell von Sony soll ebenfalls für schnellere Texteingabe sorgen und das Surfen im Netz komfortabler machen.
Die Philips Fidelio A3, A5 und A9 können kabellos ins Netzwerk eingebunden werden. Musik auf die Lautsprecher zu streamen ist mit Android- und iOS Geräten sowie vom PC aus möglich.
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Das Audio-Dock DA-E750 von Samsung möchte sich mit warmem Röhrensound in der mittleren Oberklasse profilieren. Das Dock nimmt sowohl iPhones als auch Android-Phones auf.
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Sennheiser verpasst dem legendären Studio- und DJ-Kopfhörer HD 25 Farbe, Metall, den Namen Amperior und schickt ihn auf die Strasse.
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Bereits im Frühjahr hatte Sennheiser den High-End In-Ear IE800 angekündigt. Nun hatten wir die Gelegenheit reinzuhören - klingt spitzenmässig. Jedoch fällt der Preis dementsprechend hoch aus.
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Philips lässt an der IFA 2012 die Philetta wieder aufleben. Im Bild ein Original von ca. 1960.
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Mit der Boom Box von Sharp im Retro-Design kann die Umgebung kräftig beschallt werden. iPhone-Dock, Mikrofon- und Gitarreneingang sowie ein USB-Port sind vorhanden.
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Der kabellose Sonos Sub - die Ergänzung für ein Stereopaar Play:3 oder Play:5 Lautsprecher.
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