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28. Dezember 2014
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Hoch aufgelöstes Audio – High Resolution Audio – wird propagiert als das Format, das so tönt, wie es der Künstler beabsichtigt hat.  Auch wenn nicht definiert ist, was genau High-Res Audio ist – als Minimalanforderung gilt, dass es höher aufgelöst ist als die CD mit ihren 16 Bit bei 44,1 kHz Abtastrate -, so schlägt es dennoch das immer noch weit verbreitete MP3 um Längen, kommt also dem Studiosound tatsächlich näher. Zur Illustration seien hier  Bitraten verglichen. Die höchste Bitrate von MP3 beträgt 320 kbps, bei einem Audiofile mit 24 Bit/192 kHz sind es 9216 kbps, während die CD 1411 kbps überträgt.

Mit dem Auftritt portabler Musikplayer, die auch Hi-Res-Files wiedergeben, ist diese Soundqualität nun auch unterwegs verfügbar. Damit wird MP3 überflüssig. Es wurde ja eingeführt, um die Mobilität zu erhöhen. Statt eines portablen CD-Spielers und einer Tasche voller CDs musste man dank MP3 nur noch einen handlichen Player mitnehmen. Die ganze CD-Sammlung hatte im internen Speicher Platz. Dank höherer Speicherkapazitäten und leistungsfähigerer Player bietet nun hochaufgelöstes Audio denselben Komfort wie bis anhin MP3 – mit dem Vorteil der deutlich besseren Soundqualität.

Diese Soundqualität gibt der Musik ihre Seele zurück. So sieht es auch Neil Young, der mit seiner Initiative für Ponomusic dem Hörer die Musik so bringen will, wie sie der Musiker geschaffen hat. Ponomusic steht für ein ganzes Ökosystem rund um die hochaufgelöste Musik mit einem Abspielgerät, einem Player und einer  Website für den Download von Musik. Um Ponomusic zu entwickeln, wollte Neil Young via Crowdfunding 800‘000 Dollar auftreiben. Reingekommen sind 6,2 Millionen USD, was klar zeigt, dass der Musikliebhaber diese hochaufgelöste Musik wünscht. Der Ponoplayer kann mittlerweile in den USA bestellt werden. Die Auslieferung ist für das 1. Quartal 2015 vorgesehen. Wann er auch in Europa eingeführt wird, ist nicht klar.

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