24. April 2018 | seit 1999
MAGAZIN
ARTIKEL
Publikationsdatum
24. Juli 2006
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter
Die Trends sind klar: Schärfer, schneller und intelligenter.

Einer der neuen Lumix-Trümpfe nennt sich «Intelligent Image Stabilisator» und entsteht durch die Kombination des «MEGA O.I.S» (optischer Bildstabilisator) und des «Intelligent ISO Control» (intelligente Empfindlichkeits-Steuerung).

In Verbindung mit der «Venus Engine III» (Bildprozessor) sind nun Dinge möglich, von denen man bis vor einiger Zeit nur geträumt hat.

Kampf dem Wackel

Die Modelle FZ50, LX2, FX50 und FX07 verfügen nicht nur, wie alle Lumix-Modelle, über den Mega O.I.S (optischer Bildstabilisator), der Händezittern gerade bei Teleaufnahmen eliminiert, sondern auch über die Venus Engine III, welche neu erkennen kann, ob sich das Objekt bewegt oder nicht.

Wenn sich ein Objekt sehr schnell bewegt, erhöht die Veus Engine III automatisch die Empfindlichkeit, damit extrem kurze Verschlusszeiten möglich sind.

Unter dem Motto "de Feufer und s'Weggli" werden damit Händegewackel und Motivbewegung "intelligent" gemeistert.

Nieder mit dem Rausch

Kein Rausch: Sehr stark vergrösserter Bildausschnitt aus einem mit FZ50 geschossenen Bild. (Bild hjb)
Die Venus Engine III hat noch andere Aufgaben zu bewältigen als den Kampf gegen den Wackel. Sie soll auch noch das Bildrauschen vermindern. Und das tut sie denn auch gut sichtbar.

Bilder, die mit den neuen Kameras geschossen werden, sind deutlich rauschärmer als bei Vorgängermodellen. Die Bildverbesserung zeigt sich vor allem bei Gesichtern und Aufnahmen bei schlechteren Lichtverhältnissen.

Wo ältere Kameras eine scheinbar pockennarbige Haut brachten, erscheint nun ein und dasselbe Gesicht rein und ausgesprochen schön.

Superstars in Action

Aus dem relativ grossen Lumix-Line-up sollen hier drei Modelle etwas näher betrachtet werden, da sie charakteristische Vertreter ihrer Gattungen sind.

Es sind dies die kompakte DMC-FX50, mit echtem 16:9 CCD, die Superzoom-Kamera DMC-FZ50 und die High End Kamera L1. Alle drei Kameras konnten die Journalisten während zweier voller Tage ausgiebig erproben.

Allerdings handelte es sich teilweise um Vorserienmodelle, die noch nicht alle hundertprozentig funktionstüchtig waren. Dennoch war eine erste, relativ grobe Beurteilung möglich.

Mit 3D-Breitbild

Die FX50 ( CHF 700.-) ist mit dem lichtstarken LEICA DC VARIO-ELMARIT 3,6x-Weitwinkel Tele Zoom Objektiv (KB: 28-102mm) ausgestattet, also ideal für Landschafts- oder Architekturaufnahmen sowie Schnappschüsse beim Stadtbummel in engen Gassen, Innenaufnahmen, Gruppenfotos oder Parties.

Der bewährte optische Bildstabilisator (O.I.S) sorgt für unverwackelte Aufnahmen auch ohne Stativ und in der Dämmerung.

Er wird nun durch die intelligente Empfindlichkeits-Steuerung «Intelligent ISO Control» ergänzt, die Aufnahmen mit höherer Lichtempfindlichkeit (bis zu ISO 1250) und einer kurzen Belichtungszeit automatisch wählt, um Motive in Bewegung scharf einzufrieren.

Der neue Venus Engine III Bildprozessor verbesserte die Bildqualität dank seiner hoch effektiven Rauschunterdrückung. Auf dem riesigen, 3 Zoll grossen LC-Display mit 230.000 Pixeln sind sehr viele fotografische Details zu erkennen.

Eindruck positiv

Bei einer ersten Erprobung hinterliess diese Kamera einen sehr guten Eindruck.
Sie liegt gut in der Hand und ist auch nicht so winzig, dass sie einem stets aus der Hand zu fallen droht.

Die automatische Empfindlichkeitsssteuerung funktionierte tadellos. Das grosse Display dieser Kompaktkamera ist der absolute Hit.

Die 16:9 Aufnahmen haben einen gewissen 3D-Breitbild-Effekt, der echt faszinieren kann.

Wer sich an dieses Format gewöhnt hat, wird daran mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit grossen Gefallen finden.

Adlerauge

Bild geschossen mit Lumix L1
Die neue FZ50 10 Megapixel-Kamera (CHF 1000.-) hat mit seinem lichtstarken 12fach Zoom ein wahres Adlerauge.

In Verbindung mit dem optischen Bildstabilisator [OIS] und intelligenter ISO-Kontrolle macht sie auch bei kritischen Lichtverhältnissen gestochen scharfe Teleaufnahmen aus der Hand.

Und falls es mal dann doch zu dunkel ist, kommt das eingebaute Blitzlicht zum Einsatz. Wers professioneller und noch heller haben möchte, steckt an den aktiven Blitzschuh ein Blitzlicht mit TTL-Steuerung für die gute Ausleuchtung auch grösserer Räume.

Das LC-Display ist 180° frei schwenkbar und erlaubt das Fotografieren aus ungewöhnlichen Perspektiven. Der neue Venus Engine III Bildprozessor holt das Beste aus der hohen Auflösung heraus und erlaubt dank seiner hoch effektiven Rauschunterdrückung das Fotografieren mit bis zu ISO1600 bei voller 10 Megapixel Auflösung.

Ideal für Beruf und Hobby

Ausruhen und warten auf den Musiker-Kollegen: Stillleben eingefangen mit FZ50
Nach zweitägiger Erprobungszeit zeigte es sich, dass das Handling dieser Kamera auch Benutzer der Vorgängermodelle überzeugen konnte.

Wenngleich die Kamera punkto Auslöseverzögerung und Autofocus (leider!) noch nicht entscheidend schneller geworden ist, startet sie weitaus rascher auf und ist dann augenblickich schussbereit.

Die Bildqualität hat sich nochmals und entscheidend in Sachen Schärfe und Rauscharmut verbessert.

Für einen Journalisten ist diese Kamera ein ideales Gerät für Beruf und Freizeit: hochqualitativ, mittelgross und mittelschwer und fähig, auch extrem weit entfernte Objekte gestochen scharf und ohne Stativbenutzung einzufangen, seien es VIPs an einer Peressekonferenz oder weit vom Ufer entfernte Windsurfer beim Freestylen.

Und wie Journalisten spasseshalber feststellten, macht das schwenkbare Display die Kamera in Verbindung mit dem Riesenzoom zum perfekten "Spanner-Fotografen-Apparat", mit dem man unbemerkt Aufnahmen aus relativ grosser Distanz schiessen kann.

High End Kamera mit Analog-Feeling

Lumix L1, abgelichtet von FZ 50
Die L1 ist die erste Spiegelreflexkamera aus dem Hause Panasonic und kostet stolze 3200 Schweizerfranken.

An ihrer Entwicklung war die Firma Olympus beteiligt, das Objektiv stammt, wie bei Lumix üblich, von Leica.

So profitiert man vom grossen Know How dieser Firmen. Das Resultat ist eine Kamera, die aus dem üblichen Rahmen fällt und ein echtes «Analog-Feeling», wie bei den guten alten analogen Spiegelreflexkameras ermöglichen soll.

Durch Kombination der Vollzeit- Bildausgangsfunktion mit dem Live MOS-Sensor und einem Spiegelumlenkmechanismus wird bei der L1 eine Vollzeit Live View-Funktion erreicht, mit welcher das Bild direkt ab dem Sensorsignal auf dem LCD abgebildet wird.

Zur Staubreduktion ist die DMC-L1 mit einem ««Supersonic Wave Filter» ausgestattet, so dass während eines Objektivwechsels kein Eindringen von Staub in die Kamera zu befürchten ist.
Dieses System verwendet Ultraschall zum augenblicklichen Abschütteln von Staub, der sonst das Bild beeinträchtigen könnte.

Für die L1 eröffnen sich dank des FourThirds-Bajonettstandards und des 4/3 Sensors vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten.

Aus dem umfangreichen Objektivsortiment zahlreicher Unternehmen können sich Fotografen das perfekte Sortiment ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend zusammenstellen.

Rolls-Feeling

Wer diese relativ grosse und schwere High End-Kamera in die Hände nimmt, merkt sofort: Das ist ein Rolls-Royce unter den digitalen Spiegelreflexkameras.

Das ist mal etwas ganz anderes – das versprochene «Analog-Feeling» kommt tatsächlich herüber und kann begeistern!

Das Bild im Sucher ist hochbrillant, die Bedienung übersichtlich und elegant. Die Kamera funktioniert präzis und reagiert blitzschnell.

Die L1 ist also sowas wie die Kombination eines Rolls-Royce und einer Formel 1 Bolide …

2006 Line-up

Das 2006 Line-up der Lumix Modelle umfasst folgende Sektoren und Modelle:
HighEnd (1 Modell), High Zoom (4 Modelle), Creative Compact (3 Modelle) und Stylish&Compact (12 Modelle).

Fotos am Fernseher in High Resolution betrachten

Der neue HDTV Photo Player DMW-SDP1 bietet die Möglichkeit, die mit einer Lumix oder anderen SD-bestückten Digitalkamera aufgenommenen Fotos in hochauflösender Qualität auf dem Fernseher zu geniessen.

Einfach den SDP1 mit dem mitgelieferten HD Komponenten-Kabel an den HDTV-Fernseher - etwa den Panasonic VIERA - anschliessen, die SD/SDHC-Karte in den Einschub stecken und los geht’s.

Der DMW-SDP1 bietet unterschiedliche Wiedergabemöglichkeiten. Drei unterschiedliche Übergänge stehen für eine Diashow zur Verfügung.

Der DMW-SDP1 unterstützt ausserdem Motion JPEG Wiedergabe unabhängig vom TV-System. Zusätzlich zum normalen VGA-Video (640 x 480 Pixel, 4:3-Format) bietet der SDP1 auch die Wiedergabe von Wide-VGA-Videos (848 x 480 Pixel, 16:9-Format), wie sie die neuen Lumix-Kameras aufnehmen können und die sich besonders für die HDTV-Flachbildschirmdarstellung im 16:9-Format eignen.

Schliesslich kann sogar das hochauflösende 16:9-Format der neuen Lumix DMC-LX2 mit 1280 x 720 Pixeln bei 15 B/s wiedergegeben werden für eine noch feinere Auflösung.

16:9 Fotos auf Papier

Das 16:9 - Format ist auch in der Fotografie im Kommen.

Wer Bilder im 16:9 Format gemacht hat, kann diese in Kürze auch auf Inkjet Papier der Firma TETENAL in der Grösse von 10,2 x 18,1 machen.

Dieses hochqualitative Papier wird ab der photokina 2006 ( 26 Sept - 1. Okt 2006) erhältlich sein und passt mit einem optionalen Adapter haargenau in die beiden Lumix-Fotodrucker KX-PX1 und KX-PX10 von Panasonic.

Generell will TETENAL das 16:9 Papierformat an der photokina 2006 als eines der Highlights promoten. (Weitere Infos unter www.tetenal.com.)

Unendliche Geschichte?

Die SD-Card-Geschichte ist schon fast unglaublich und man darf sich fragen, wo sie enden wird.

Gestartet im Jahre 2000 mit max 64 MB ist man im Jahre 2006 bei 4 GB angelangt! Ja, wenn das so weitergeht?

Das neue SDHC-HighSpeed-Format ist allerdings nicht mehr mit alten Geräten kompatibel und soll bis zu 32 GB ausbaufähig sein.
Wettbewerb