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Publikationsdatum
17. Oktober 2009
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«Digital Audio Broadcasting» ist die modernste Übertragungsform für Radioprogramme und gilt als Zukunftstechnologie in der Radio-Verbreitung. Dank der digitalen Technologie können die Programme ohne Rauschen und ohne Lautstärken-Schwankungen genossen werden.

DAB dürfte längerfristig den UKW-Empfang ersetzen. DAB Digtalradio kann praktisch in der ganzen Schweiz problemlos empfangen werden. Gegen 50 Programme sind landesweit verfügbar. Und die Zahl wächst munter weiter. Seit 15. Oktober ist nun auch die weiterentwickelte Variante DAB+ in der Schweiz empfangbar.

Die Vorteile von DAB

Auf einer einzigen Frequenz können bis zu zehn DAB-Sender gleichzeitig übertragen werden. Dies führt zu einer massiven Verbesserung und Vergrösserung des Programmangebots. Die zusätzlichen Kapazitäten erlauben etwa die Lancierung verschiedenster Spartenprogramme (Oldies, Country, Rock, Dance usw.). Rauschen und wechselhafter Empfang sind bei DAB kein Thema.

Gerade beim Empfang schlägt DAB die analoge Technik um Längen. Dank digitaler Übertragungstechnik ist die Empfangsqualität stets konstant und glasklar. Ist der Name eines Senders einmal eingegeben, so wird dieser landesweit in gleichbleibender Qualität empfangen. Der umständliche und lästige Frequenzwechsel entfällt komplett. Auch unter schwierigsten Bedingungen. Und die Klangqualität erreicht CD-Niveau.

Ist DAB+ dasselbe?

Links: Denon D-F107DAB - weltweit erstes Mini HiFi System mit DAB+ Empfänger. Rechts: Das elegante Tischradio von Sonoro Cubo DAB+

Während es bereits seit einigen Jahren verschiedene SRG-Programme gibt, die über DAB laufen, wird bei der neuen Digitalradio-Senderkette der neue und verbesserte Standart DAB+ eingesetzt. Damit ist es möglich, gleichzeitig wesentlich mehr Programme auszustrahlen und damit die Kosten pro Radioprogramm zu senken.

Die Schweiz zeigt sich als Vorreiter und ist das erste Land weltweit, welches neue Ensembles auf Basis von DAB+ seit dem 15. Oktober im Regelbetrieb einführte.

Das Deutschweizer Ensemble (auf dem bestehenden ersten Layer) umfasst ab Mitte Oktober also folgende dreizehn Programme:

  • DRS 1
  • DRS 2
  • DRS 3
  • DRS 4 News
  • DRS Musikwelle
  • DRS virus.ch
  • La Première
  • Rete Uno
  • Radio Rumantsch
  • World Radio Switzerland
  • Radio Swiss Classic
  • Radio Swiss Jazz
  • Radio Swiss Pop. 

Dazu sind folgede Privatradios empfangbar:

  • Energy Zürich,
  • Radio Top
  • Two Life Channel (ERF Schweiz)
  • Radio Eviva
  • Radio Basel DAB

Die Verbreitung erfolgt zunächst in den Ballungszentren von Basel, Bern und Zürich. Bis 2011 soll die ganze Deutschschweiz abgedeckt sein.

Wo habe ich Empfang?

Zu Beginn werden im Zeitraum September/Oktober 2009 die sechs Sender Uetliberg, St. Chrischona, Bantiger, Bachtel, Baden-Hörndli und Grellingen/Basel auf Sendung gehen. Wo Sie damit in dieser ersten Phase die neuen DAB-Programme empfangen, sehen Sie auf den beiden Karten.

Innerhalb von zwei Jahren wird das Sendernetz schrittweise in der Innerschweiz, der Ostschweiz, dem Rheintal und im Rest der deutschsprachigen Schweiz ausgebaut, auch die Autobahntunnels werden erschlossen.

In allen eingefärbten Gegenden empfangen Sie Digitalradio im Haus und unterwegs.

Digitalradio Empfang und Empfänger

DAB-Empfänger gibt's in den verschiedensten Varianten, für jeden Anspruch, für jedes Budget. Als Heimgerät für die Stereo-Anlage. Als tragbaren Empfänger fürs Büro oder die Küche. Als ultraportablen Mini-Empfänger fürs Joggen.

Besonders interessant ist beim neuen Digitalradio natürlich der Empfang unterwegs. Bis auch in den neuen Autos DAB-Radios eingebaut sind, gibt es im Fachhandel einen Zusatzempfänger, der die DAB-Signale empfängt und kabellos ans Autoradio weiterleitet.

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