18. Oktober 2017 | seit 1999
MAGAZIN
ARTIKEL
Publikationsdatum
19. Juli 2010
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

Vorbei sind die Zeiten, da der Fernseher ausschliesslich zum Empfang eines Fernsehprogrammes seinen Platz in der Stube beanspruchte. Dank grossen, flachen Bildschirmen eignet er sich hervorragend fürs Heimkino aber auch fürs Betrachten der eigenen Fotos in Grossdarstellung. Der Internetanschluss erlaubt die Wiedergabe von Seiten aus dem weltweiten Netz; eingebaute oder extern anschliessbare Festplatten machen den Fernsehkonsum unabhängig vom Programmraster.

Wer heute einen Fernseher kauft, muss sich im Klaren sein, welche der verschiedenen Anwendungen, die ein moderner Flachbildfernseher als multimediales Zentrum bietet, er abdecken will.

Fernsehkonsum

Für den Empfang von TV-Signalen sind alle Fernseher ausgerüstet. Zu beachten ist, für welche Empfangsart er sich eignet: Kabel, Satellit oder terrestrisch. Wer die beeindruckenden Bilder des hochauflösenden Fernsehen geniessen möchte, braucht einen TV-Apparat mit entsprechender Auflösung, d.h. mit dem Label „HD ready“ oder „Full-HD“. Für zeitunabhängiges Fernsehen braucht es eine Festplatte zur Aufzeichnung der Sendungen. Diese kann jedoch auch in einem externen Gerät (z.B Satellitenreceiver) untergebracht sein.

Heimkino

Das Bild des TV-Gerätes wird immer kinoähnlicher
Spielfilme ohne Werbeunterbrechung oder die neuesten Streifen, bevor sie im Fernsehen kommen, sind zwei Gründe für ein Heimkino. (Ein weiterer ist der kinoähnliche Genuss, wenn eine gute Surround-Anlage hinzukommt.) Filme ab DVD liefern ein sehr gutes Bild, solche ab Blu-ray ein hervorragendes. Hier ist die Investition in einen hochauflösenden Bildschirm beinahe Pflicht, zumal auch viele DVD- oder Blu-ray-Spieler das Signal hochrechnen und in der technisch maximalen Auflösung (1080p) ausgeben. (Das Bild zeigt dadurch allerdings nicht mehr Details.) Je grösser der Bildschirm, desto stärker das Kinofeeling, nicht zuletzt auch, weil mehrere Zuschauerinnen und Zuschauer Platz nehmen können.

Fotoshow

Dank HDMI und cec können mehrere Geräte zu einem AV-Verbund zusammengeschlossen und mit einer Fernbedienung gesteuert werden
Die eigenen Fotos auf dem Grossbildschirm wiedergeben, kann zu Überraschungen führen: Eindrucksvolle Bilder begeistern noch mehr, schlechte Fotos sorgen für Enttäuschung. Für die Wiedergabe der Bilder wird ein USB-Anschluss benötigt, über den praktisch jeder Fotoapparat oder ein USB-Stick angeschlossen werden können. Für die Fotowiedergabe speziell ausgestattete TV-Geräte erlauben das Zusammenstellen von Shows mit der Gestaltung der Übergänge und gleichzeitiger Wiedergabe von Musik.

Internetanbindung

Die Verbindung mit dem Internet gibt den Zugriff auf weitere Quellen
Die Internetanbindung ist zur Zeit der grosse Renner bei Fernsehern. Über einen Ethernet (LAN)-Anschluss wird der TV mit dem Internet verbunden. Videos und Internetseiten können so auch vom Sofa aus abgerufen werden. Allerdings sind die meisten Seiten nach wie vor für den Computerbildschirm optimiert, also die Betrachtung aus kurzer Distanz. Auf dem Grossbildschirm sieht das dann recht mikrig aus. Doch der Trend geht weg vom linearen Sendeprogramm, und da ist Video-on-Demand ab Internet eine valable Variante. Die Inhalte werden in naher Zukunft wohl für das grosse Bild optimiert.

Die dritte Dimension

Über eine anschliessbare Kamera bietet Skype eine Chat-Funktion via Fernseher
3D-Fernsehen ist zwar noch nicht der grosse Renner, jedoch das grosse Schlagwort. Das Angebot für 3-dimensionale Bilder ist noch kaum existent, und auch die aktuelle Technik, die ein Betrachten mit Spezialbrille erfordert, ist umständlich. 3D-fähige Fernseher und solche, die später auf 3D ausgebaut werden können, sind auf dem Markt oder angekündigt. Das Feature wird aber wohl längere Zeit eine schöne Zugabe sein, und man wird sich gelegentlich einen 3D-Film mit der Spezialbrille anschauen. Alltagsszenario wird diese Technik jedoch kaum.
Wettbewerb