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Publikationsdatum
25. Oktober 2005
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Pansonic hat Mitte Oktober Journalistinnen und Journalisten aus ganz Europa zu einem HD-Seminar nach Pilsen in Tschechien eingeladen.

Präsentiert wurde das Viera Line-Up und die Panasonic eigene Fernsehfabrik, die seit ihrer Gründung 1996 zum drittgrössten tschechischen Exporteur avanciert ist.

Jährlich werden hier mehr als zwei Millionen Fernsehapparate (Plasma, LCD, Röhren) hergestellt, 90% davon für den Export. Während die Produktion von Röhrengeräten abnimmt, soll die Plasma- und LCD-Fertigung nächstes Jahr verdreifacht werden.

Höhepunkt war die Vorstellung des Plasma-TVs TH-PV500, der mit 65 Zoll Bilddiagonale ein heimkinoreifes Grossbild liefert und mit seiner HDTV-Tauglichkeit eindrücklich demonstrierte, was die Fernsehzukunft bringt.

Dabei hatte Panasonic nichts zu verstecken. Wo vielfach Animationsfilme gezeigt werden, die schnell einen guten Bildeindruck hinterlassen, demonstrierte Panasonic mit hochauflösenden Bildern aus dem brasilianischen Urwald und Fussballaufzeichnungen, also mit Material, dass feine Details, Farbenreichtum und schnelle Bewegungen beinhaltet.

Die Fernsehzukunft

In der modernen Fabrik in Pilsen werden Flachbildschirme für ganz Europa hergestellt.
Die Zukunft in Sachen Fernsehen gehört dem Flachbild-TV. Das zeigen die ermittelten und prognostizierten Verkaufszahlen.

So wurden 2004 in Europa 730'000 Plasma-TVs und 2 Millionen LCD-TVs verkauft. 2005 werden es bereits 1,7 Millionen respektive 6 Millionen sein, und 2006 rechnet man mit 2,7 Millionen Plasmas und 11 Millionen verkaufter LCDs.

Die Zukunft gehört aber auch dem hochauflösenden Fernsehen, soll doch der Anteil an HD-Bildschirmen mit 42 Zoll Bilddiagonale von 35% auf 62% im Jahre 2006 zunehmen und bei 37 Zöllern gar von 57% auf 84%.

Das Hauptsegment der Bildschirme liegt im Bereich zwischen 26“ und 37“. Er macht heute bereits 30% aus und nimmt weiter zu.

Bei den Bildschirmen mit 37“ und grösserer Bilddiagonalen wird noch über das Jahr 2008 hinaus der Plasma-TV dominieren, insbesondere wegen der Kosten, die bei grossen LCDs exponentiell ansteigen.

Plasma oder LCD

In einem Vergleich der Leistungsaufnahme bei LCD und Plasma zeigte sich, dass bei dunklen Passagen der Plasma (links im Bild) sogar weniger Strom verbraucht als der LCD.
Ganz abgesehen von den Kosten steht die Frage im Raum, welche Technologie denn die bessere sei: Plasma oder LCD.

Technisch gesehen – das heisst für Parameter wie Farbwiedergabe, Schwarzdarstellung, Kontrastumfang, Betrachtungswinkel oder Schnelligkeit im Bildwechsel – hat die Plasma-Technik die Nase vorn.

Doch diese Werte werden vom Umgebungslicht stark beeinflusst. Bei Tageslicht weist ein LCD-TV wegen seiner höheren Helligkeit ein subjektiv besseres Bild auf, auch wenn schwarz eher als grau dargestellt wird. Im Gegensatz dazu erscheint hier das Bild des Plasma eher flau.

Umgekehrt neigt der LCD-TV bei abgedunkeltem Raum zu Überstrahlen, während hier der Plasma seine volle Stärke ausspielen kann.

Die Anwendungssituation entscheidet also über das gebotene Bild wesentlich mit. Wer seinen Raum fürs Fernsehen abdunkeln mag, bekommt mit einem Plasmabildschirm klar das bessere Bild. Damit ist auch die Technologiefrage fürs Heimkino beantwortet, wo generell abgedunkelt wird, um das Kinofeeling zu erhalten.

Trotz diesem deutlichen Befund fertigt Panasonic auch LCD-TVs, und zwar im Bereich ab 32“ und kleiner, während ab 37“ aufwärts Plasmas angeboten werden. Ein Grund dafür ist, dass gemäss einer präsentierten Untersuchung bei den meisten Konsumentinnen und Konsumenten der Preis entscheidender ist als die Bildqualität.

Die Viera Palette

Die Viera-Produkterange von gross bis klein im Lifestyle-Ambiente.
Viera heisst die Flachbildschirm-Reihe von Panasonic. Sie umfasst die 500er Serie mit zwei LCDs und vier Plasmas sowie die 50er beziehungsweise 52er Serie mit drei LCD-Modellen und zwei Plasmas. Die 500er Serie ist HD ready.

Die Plasma-Fernseher mit Bilddiagonalen von 37“ bis 65“ verwenden ein Panel, das bei Panasonic in der 8. Generation gefertigt wird. Dieses beinhaltet ein neues Farbmanagment, das bei 2048 Grauabstufungen 8,6 Milliarden Farben darstellt.

Mit einer geänderten Gaszusammensetzung in den Plasmazellen konnte die Lichtausbeute um rund 15% gesteigert werden. Das bereits früher eingesetzte Verfahren zur Verminderung der spontanen Gasentladung ergibt ein sattes Schwarz und Kontrastverhältnisse bis 4000:1.
Der Bildtest erfolgte im leicht abgedunkelten Raum, wo alle Modelle nebeneinander verglichen werden konnten.
Die Modelle der hochauflösenden 500er Serie sind sowohl bei den Plasmas wie bei den LCDs richtige Multimedia-Displays. Ein SD- und ein PC-Karten-Slot ermöglichen das Betrachten von Fotos und Videos aus der digitalen Kamera wie auch die Aufnahme von Fernsehsendungen in MPEG-4 auf die SD-Karte.

Der PC-Eingang erlaubt etwa, grossformatig im Internet zu surfen. Dank HDMI-Eingang ist auch der Einsatz im Heimkino zukunftssicher.

Neu vorgestellt wurde die 52er Serie mit den beiden LCD-Modellen TX-32LX52 und TX-26LX52.

Beide sind HD ready, haben eine Auflösung von 1366 x 766 Bildpunkten und sowohl einen analogen Komponenten- wie einen digitalen HDMI-Eingang.

Durch die Steuerung der Lichtquelle des LCD-Panels und Kontrolle der Grauabstufung in Abhängigkeit vom Bildinhalt konnten sowohl der Kontrast wie auch die Feinzeichnung bei der 52er Serie erhöht werden.

165 cm grosser Plasma

Thomas Krummenacher von Panasonic Schweiz präsentiert stolz den Riesenplasma mit 165 cm Bilddiagonale.
Als neues Topmodell hat Panasonic in Pilsen den TH-PV500 vorgestellt. Der 65 Zoll Plasma – 165 cm Bilddiagonale – ist Mitglied der 500er Serie, also mit G8 Panel und Kartenleser ausgestattet. HD ready mit HDMI-Eingang ist bei einem Gerät dieses Kalibers schon selbstverständlich.

Der TH-PV500 liefert ein beeindruckendes Bild. Faszinierende Naturaufnahmen mit detailreichen Bildern und fein differenzierten Farben sowie Fussballaufzeichnungen mit schnellen Bewegungen wurden immer wieder gezeigt. Dabei überzeugte das Riesenbild auch nach der ersten Begeisterung und hielt kritischer Überprüfung aus der Nähe stand.

Der Grossfernseher wurde teils im halb abgedunkelten Raum, wo man noch gut lesen konnte, teils im stärker abgedunkelten Raum präsentiert. Die erste Situation war mit der eines Wohnzimmers vergleichbar und zeigte eindrücklich, wie das neue Fernsehvergnügen dank lebendigem, klarem Bild mit grosser Tiefenwirkung aussieht. Nicht zuletzt gefiel auch das gediegene Design, das in einem genügend grossen Raum äusserst elegant wirkt.