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27. April 2012
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Der Übergang zum digitalen terrestrischen Fernsehen, das nur noch einen Teil der ursprünglich benötigten Bandbreite in Anspruch nimmt, machte einen Frequenzbereich frei, der als digitale Dividende bezeichnet wird. Grundsätzlich ist der gesamte UHF-Bereich von 470-865 MHz betroffen, insbesondere auch der von drahtlosen Mikrofonen bisher genutzte Bereich von 790-814 MHz und 838-862 MHz. Dieser soll nun neu genutzt werden. Hierzu hat der Bundesrat im November 2008 entschieden, das Frequenzband 790-862 MHz vollumfänglich für Mobilfunkdienste freizugeben. Die Frequenzen sind mittlerweile versteigert und werden künftig für LTE genutzt.

Mobiles Internet statt Analog-TV

LTE (Long Term Evolution) war auf der diesjährigen CeBIT in Hannover und dem Mobile World Congress in Barcelona eines der zentralen Themen. Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein für LTE geeignetes Smartphone vorgestellt wird.

Der neue Mobilfunkstandard und UMTS-Nachfolger ermöglicht mit Downloadraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde ein noch schnelleres mobiles Internet, das etwa den Videodownload erleichtert. LTE-Advanced, der 4G-Standard, soll Raten bis 1000 Megabit pro Sekunde und niedrigere Latenzen erreichen. Damit soll der Engpass im Mobilfunk verhindert werden, der sich bei einer Verdoppelung der übertragenen Datenmenge alle acht Monate abzeichnet.

Doch die LTE-fähige Handys arbeiten mit Funkfrequenzen, die bislang auch von drahtlosen Mikrofonen genutzt wurden, wie sie von Schulen, Theatern, Kirchen oder privaten Nutzern verwendet werden.

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