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Publikationsdatum
11. Januar 2016
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MEDIEN

Ausdruck der neuesten Entwicklung bei der CES in Las Vegas ist die Namensänderung des Veranstalters. Er heisst nicht mehr Consumer Electronics Association CEA sondern Consumer Technology Association CTA. Das heisst nun nicht, dass die Elektronik verschwindet, ganz im Gegenteil: Sie hält überall Einzug, sei dies im Thermostaten, der die Raumtemperatur kontrolliert oder im Armband, das die Herzfrequenz überprüft. Man könnte sagen, alles wird elektronisch, und mit neuen Sensoren wird auch jede Grösse im persönlichen Umfeld umsetzbar in ein elektrisches Signal, das angezeigt werden und Reaktionen (persönliche oder der Maschine) auslösen kann. Gezeigt wurde beispielsweise ein Smartphone-grosser Spektrometer, der mit Hilfe von Daten in der Cloud vom Essen, das man vor sich im Teller hat, die Nährwerte bestimmt. Nebst der Gesundheit waren etwa 3D-Drucker, Drohnen und selbstfahrende Autos grosse Themen.

Unterhaltungselektronik

In der „klassischen“ Unterhaltungselektronik waren Fernseher das grosse Thema. 4K ist bei der Auflösung bereits Standard. Doch damit das gute alte Fernsehen wirklich alt aussieht, sind die TV-Hersteller bereits beim nächsten Schritt: HDR oder High Dynamic Range. Das ist für einmal keine Zunahme an Auflösung (d.h. Pixelzahl), sondern ein Pixel kann mit HDR einen höheren Dynamikumfang darstellen, erlaubt also eine subtilere Abstufung der Hell-/Dunkel- und Farbpartien. Damit wird der TV-Standard, der aufgrund bisheriger technischer Engpässe die Dynamik einschränkte, aufgehoben. Selbstverständlich braucht es dafür neue Kameras und, da die HDR-Information codiert übertragen wird, auch HDR-Unterstützung auf der Empfangsseite. High-End TV-Modelle und auch moderne Consumer-(Foto-) Kameras haben die HDR-Fähigkeit bereits integriert. Die Sendeanstalten werden wohl zuerst vollständig auf HDTV umrüsten, dann dieses Equipment amortisieren, bevor sie auf 4K und HDR setzen. Das heisst, aktuelle Formate beim Bewegtbild werden weiterhin vorwiegend aus dem Internet kommen. YouTube und Netflix jedenfalls waren an der CES 2016 prominent vertreten – auch mit 4K-Angeboten. Und 8K ist bereits in den Startlöchern.

Die neue Unterhaltungselektronik wird wohl VR oder Virtual Reality heissen. Probleme gibt es da zwar noch genug. Wer möchte schon so ein Ungetüm von einem Headset länger tragen? Doch leichte Brillen und Immersive Sound aus Lautsprechern könnten da Abhilfe schaffen. Und neue Anwendungen nebst den Games werden kommen. So hat eine Studie in Hollywood gezeigt, dass die Filmstudios die VR als Chance für ihr Geschäft sehen. Es wird also nicht langweilig.

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