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Publikationsdatum
30. September 2013
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UHD oder eben Ultra High Definition ist die Weiterentwicklung der HD-Auflösung und bietet eine höhere Auflösung. Anstelle von 1920 x 1080 Pixel bietet UHD 3840 x 2160 Pixel und hat somit viermal mehr Bildpunkte als Full HD (siehe Grafik).

Viermal mehr Pixel heisst aber auch eine vierfach höhere Datenrate, die es zu übertragen gilt. Die Codierer werden zwar immer besser, allerdings werden die immensen Datenraten dadurch nur bedingt abgefedert.  Und das bringt uns bereits zum ersten Problem.

Problem 1: Der Anschluss

Die TV-Industrie braucht immer wieder neue Verkaufsgründe. Sportliche Grossveranstaltungen wie Fussball Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele eigenen sich wunderbar, um das TV-Geschäft anzutreiben. Wenn, wie dieses Jahr, keine solchen Grossanlässe geplant sind, suchen die Hersteller andere Verkaufsargumente – UHD zum Beispiel. Und das auch wenn noch nicht alles ganz so durchdacht ist.

Probleme gibt es nämlich bei der Schnittstelle. Der bisherige Standard HDMI 1.4 kann zwar UHD übertragen, allerdings nur mit bis zu 25 Frames (30 Frames) pro Sekunde. Das reicht zwar für Kinofilme, will man aber zum Beispiel Sport in UHD schauen, braucht es 50 Frames (60 Frames). Alles was darunter liegt, führt zu unangenehmen Rucklern im Bild.

Abhilfe schafft der HDMI 2.0-Standard, welcher die grösseren Datenraten übertragen kann. Der neue Standard wurde aber erste anfangs September an der IFA Berlin vorgestellt, und so gibt es Geräte der ersten UHD-Generation, die diesen Standard noch nicht unterstützen.

Praktischerweise ändert sich bei 2.0 die Bauform des HDMI-Steckers und die Ausführung der dazugehörigen Kabel nicht. So besteht Hoffnung, dass TV-Geräte per Software-Update angepasst werden können. Wo das nicht geht, bleibt dem TV-Gerät und seinem Besitzer der Gang in die Werkstatt nicht erspart, will man HDMI 2.0 nachrüsten. 

Aus einem Problem eine Tugend machen, das hat sich Panasonic gedacht. Da sie in der Serienentwicklung der 4K-Geräte im Gegensatz zu den Mitbewerbern etwas im Hintertreffen waren und vor der IFA noch keine UHD-Geräte im Sortiment hatten, konnten sie das nun zu ihrem Vorteil machen. So ist der in Berlin vorgestellte Panasonic TX-L65WT600E das laut Herstellerangaben erste Gerät, welches den HDMI 2.0 Standard unterstützt. Ausserdem an Bord bei Panasonic: Ein Display-Port. Der Display-Port, welcher bis anhin vor allem im IT-Sektor gebraucht wird, kann in der Version 1.2 bereits UHD-Signale übertragen.

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