25. April 2018 | seit 1999
MAGAZIN
ARTIKEL
Publikationsdatum
20. März 2003
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter
Die Pixel-Inflation der Digitalkameras scheint beendet – diesen Trend macht die Professional Imaging 2003 im Consumer-Bereich deutlich: Zwei bis fünf Megapixel reichen auch den neuen Modellen, um Ausdrucke bis A4 in guter Qualität zu ermöglichen.

Immer mehr Wert gelegt wird auf die weiteren qualitätsbeeinflussenden Komponenten, allen voran Objektiv und Elektronik.

Neuheiten und Premieren bei Olympus

10fache optische Zoompower vereinen die beiden Olympus-Modelle Camedia C-740 und C-750 Ultra Zoom in ihren Kompaktkamera-Gehäusen. Dies entspricht einer Brennweite von 38 bis 380 mm bei Kleinbildkameras. Andererseits sind Supermakro-Aufnahmen ab einer Distanz von 3 cm möglich.

Die Objektive mit einer Lichtstärke von F2.8 – 3.7 setzen sich aus Elementen zusammen, welche normalerweise nur in Spiegelreflex-Kameras zum Einsatz kommen.

Die beiden Kameras sind mit einem drei beziehungsweise vier Megapixel-CCD-Chip bestückt. Als elektronische Helfer stehen verschiedene Verfahren und Funktionen zur Verfügung, inklusive einer Rauschunterdrückung gegen Farbrauschen bei langen Belichtungszeiten. Ebenfalls als Weltneuheit preist Olympus die wetterfesten Metallgehäuse der [mju:] 300 Digital und [mju:] 400 Digital.

Ihnen reicht ein optisches dreifach Zoom, die CCD’s speichern ebenfalls drei respektive vier Megapixel.
Die [mju:] stehen für Lifestyle und Fotospass. Hier hilft erneut die Elektronik weiter, um mit Programmautomatiken und voreingestellte Modi tolle Bilder von Strand oder Skipiste zu liefern.

Gespeichert wird auf xD-Picture-Cards, welche nächstens bis 256 MB Kapazität bieten.

Supertele

Ein Objektiv der Extraklasse erhält, wer die Spektive von Carl Zeiss als Superteles für digitale Kameras verwendet.

Mittels raffiniertem Schwenkmechanismus lassen sich die Kameras hinter dem Okular einrichten und justieren. Die Scharfstellung erfolgt automatisch über die Kamera.
Erst kann beobachtet und bei passendem Motiv die Kamera hinter das Okular geschwenkt und fotografiert werden. Dabei gelingen Aufnahmen wie diese beim letzten Vollmond.

Nähere Informationen zu diesem Schwenkarm werden folgen.

Weitere Zeiss-Anhänger

Auf die Objektiv-Kompetenz von Carl Zeiss vertraut auch Kyocera mit der Contax Tvs Digital. Das dreifach Zoom (35 – 105 mm KB) mit einer Lichtstärke von F2.8 – F4.8 wird hier kombiniert mit einem 5 Megapixel Bildwandler.

In ihrem Titan-Gehäuse soll die Tvs den ambitionierten Anwender ansprechen und für Exklusivität sorgen.

Monitor als Aushängeschild

Grösserer Zusatznutzen hat sich Kyocera mit den Finecam-Modellen L3v und L4v auf die Fahne geschrieben: Trotz geringer Bauhöhe haben beide ein 2.5 Zoll (6.4 cm) LCD-Display erhalten, welches den Komfort sowohl bei Aufnahme wie Wiedergabe wesentlich erhöht.

Äusserlich gleichen sich die beiden Kameras wie ein Ei dem anderen, der Unterschied liegt in der maximalen Auflösung von drei respektive vier Megapixeln. Gemeinsam sind zum Beispiel das dreifach Zoom und das Metallgehäuse, sowie die Möglichkeit, Akkus oder Batterien des Typs AA einzusetzen.

Bald erhältlich: der Meilenstein

Ihr wurde bereits viel Lob gewidmet: Der Pentax OptioS, welche mit ihren minimalen Abmessungen riesige Leistungen erbringen will. Die grösste Stärke ist ihre Grösse von 83 x 52 x 20 mm kombiniert mit einem dreifach Zoom (5.8 – 17.4 mm; 35 – 105 mm KB) mit einer Lichtstärke von F2.6 – F4.8.

Aufgelöst werden die Bilder von einem 3.2 Megapixel Interline Transfer-CCD mit Primärfarbfilter.

Details dazu im avguide.ch-Artikel Quantensprung im Kamerabau.
Pentax zeigt eine ganze Reihe weiterer interessanter Digitalkamera-Neuheiten. Markus Furrer der Pentax Schweiz AG hat allen Grund zur Freude.

Hier die Optio 33L mit ihrem flexiblen LCD-Monitor, der sich 180 Grad vertikal schwenken und 180 Grad horizontal drehen lässt.

Lieferbar ist die 33L ab April 2003 zum Preis von CHF 599.-.

Erfahrung im Objektivbau

Auf fundiertes Wissen und langjährige Erfahrung im Objektivbau zurückgreifen kann Minolta, welche ihre neuen Kameras mit ausgefeilter optischer Technik ausrüstet.

Erneut auf Miniaturisierung spezialisiert ist die DiMAGE Xt als Nachfolgerin der Xi, wobei noch mal Gewicht und Grösse reduziert werden konnte.
Ganze 86 x 67 x 20 mm misst ihr Gehäuse, und das optische dreifach Zoom bleibt immer in ihrem Inneren.
Gleich geblieben ist die Auflösung mit effektiven 3.2 Megapixeln.

Das trendige Äussere wird lieferbar sein in den drei Farben Silber, Rot und Schwarz zum Preis von CHF 798.-.
In der fünf Megapixel-Klasse geht Minolta mit der F300 an den Start. Als optisches Juwel wird das GT dreifach Zoomobjektiv bezeichnet, welches aus acht Elementen in sieben Gruppen besteht und eingefahren lediglich 24 mm misst. Drei Elemente sind mit asphärischen Oberflächen ausgestattet, damit Schärfe und Kontrast über den gesamten Brennweitenbereich garantiert sei.

Auch im Bereich der Steuerelektronik unternimmt Minolta grosse Anstrengungen, um die optische Qualität und den fünf Megapixel-Chip optimal zu nutzen und dem Anwender grösstmöglichen Komfort zu bieten.
Der Preis der F300 wird bei CHF 998.- angesetzt.

Neuheiten auch mit vier Megapixeln: sowohl die DiMAGE F200 als die S414 verbinden eine hohe Auflösung des Chips mit bester Optik.
Tiefer angesiedelt wird schliesslich die E223 mit zwei Megapixeln Auflösung.

etwas anders

So will sich Nikon präsentieren. Die Coolpix SQ will alles vergessen lassen, was die Welt bisher über Digitalkameras zu wissen glaubte. Eine neue Ära will die SQ einläuten, mit Kameratechnik, die bislang nur Fotografen mit höchsten Ansprüchen vorbehalten gewesen sei.

Tatsächlich hebt sie sich bereits auf den ersten Blick von allem bisher bekannten ab, das Schwenkobjektiv ermöglicht Bilder aus nahezu jedem Blickwinkel. 3fach-Zoom-Nikkor-Objektiv und 3.1 Megapixel Chip in Kombination mit schneller Elektronik sollen neue Grenzen setzen. Ihr Preis: CHF 748.-.

Fotospass und einfache Bedienung sind schliesslich die Schlagworte, welche Nikon für die neuen Coolpix 3100 und 2100 verwendet.

Neuheitenserie

Eine ganze Reihe neuer Modelle hat Canon diesen Frühling vorgestellt. Angefangen bei der EOS 10D, der digitalen Spiegelreflex-Kamera mit 6.3 Megapixeln Auflösung und Magnesium-Gehäuse bis zur PowerShot A300, welche für CHF 398.- 3.2 Megapixel und Videoclips bis 3 Minuten bietet.

Der besondere Star ist natürlich die Digital IXUS 400. Das kompakte (87 x 57 x 28 mm) und elegante Edelstahlgehäuse beherbergt ein dreifach Zoom und einen vier Megapixel-CCD-Sensor.

Ihnen zur Seite steht der DIGIC-Bildprozessor, so dass in nahezu allen Situationen automatisch die bestmöglichen Bilder erreicht werden. Ambitionierten Fotografen bietet sie die Möglichkeit, manuellen Einfluss auf einige Aufnahme-Einstellungen zu nehmen.

Der Preis der Digital IXUS 400 liegt bei CHF 998.-.

Die vierte Generation

Für die Fujifilm FinePix F700 löst ein Super-CCD SR der 4. Generation die Bilder mit 6.2 Megapixeln auf.

Möglich sei dies, indem 3.1 Millionen besonders lichtempfindlicher und grösserer S-Pixel für die dunklen Bildteile verantwortlich seien, und zusätzliche 3.1 Millionen kleinere R-Pixel für die hellen Bildteile. Damit erreicht die maximale Auflösung einen Spitzenwert von 2832 x 2128 Pixeln.

Auch die neue FinePix F410 kann mit ihrem Chip eine Bilddatei von 6 Millionen Punkten erzeugen, obwohl 3.1 Megapixel effektiv zur Verfügung stehen.

Während die F700 im Querformat an eine Sucherkamera erinnert, lehnt sich die F410 optisch und grössenmässig an die Masse eines Organizers.
Beide Modelle sollen im Mai 2003 erhältlich sein.

Rollei und Sigma

Zwei bekannte Namen im Fotobereich.

Die Sigma SD9 macht als digitale Spiegelreflexkamera von sich reden, während die Rollei d330 in die 3.2 Megapixel-Klasse zielt. Auch die Preise verhalten sich mit CHF 3450.- ohne Objektiv gegenüber 598.- entsprechend. Für diesen Preis sind bei der Rollei ein zweifach Zoom mit einer Lichtstärke von F2.8 sowie Videofunktionen.
Neben diesen zwei bekannten Marken findet sich interessantes Zubehör im Sortiment der Ott + Wyss AG.

Zum Beispiel die Jobo Gigastoxx und Nixvue Vista, welche als Zwischenspeicher für die Bilddaten dienen und so die Speicherkarte der Kamera wieder freigeben für neue Aufnahmen. Die Kapazitäten reichen von 10 bis 40 GigaByte, die Preise beginnen bei CHF 428.-. Nicht vertreten waren der grösste Digitalfoto-Anbieter Sony sowie Panasonic, welche ihre Neuheiten jeweils in ihrer Hausmesse zeigen.

Lesen Sie dazu die Reports „Digitale Fotografie, Display und DVD“ mit der Frühjahrskollektion von Panasonic sowie „Blick in die Zukunft“, welche das Sonyville zeigt.
Wettbewerb