20. August 2017 | seit 1999
MAGAZIN
ARTIKEL
Publikationsdatum
31. Januar 2013
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter

Vor knapp zwei Jahren hat Philips nicht unerwartet seine TV-Sparte nach China verkauft. Die Konkurrenz aus Asien und vor allem Südkorea war zu stark, um in diesem Bereich noch Gewinne zu erzielen (siehe „Philips hört mit TV auf“ und „Philips TVs von TP Vision"). Die einstmals führende TV-Marke aus Europa wurde aufgegeben. Erklärtes Ziel war, sich vermehrt mit Audioprodukten im sogenannten „Lifestyle“-Segment zu engagieren.

Die in der Folge vorgestellten Produkte waren innovativ nicht nur in Bezug auf das Design, das ja einen schönen Teil des „Lebensstils“ ausmacht, sondern auch in technischer Hinsicht, d.h. in der Art, den Klang von Musik ab verschiedensten Quellen und Filmton etwa mit Soundbars wirkungsvoll im Raum wiederzugeben (siehe z.B. den Test zum Philips Fidelio L1 oder die neuesten Docking-Lautsprecher mit Lightning-Anschluss).

Nun hat Philips überraschend bekannt gegeben, die Sparten Audio, Multimedia und Zubehör an das japanische Unternehmen Funai zu verkaufen. Nebst einem Barbetrag von 150 Millionen Euro bezahlt Funai Lizenzgebühren in nicht genannter Höhe. Das Lizenzabkommen soll zunächst fünfeinhalb Jahre dauern und anschliessend um weitere fünf Jahre verlängert werden können. Ausgenommen vom Handel sind die Fernbedienungen, da diese hauptsächlich Business-to-Business Beziheungen beträfen. Das Videogeschäft geht erst 2017 an Funai über, da Philips hier noch an Lizenzvereinbarungen gebunden ist.

Mit diesem Verkauf will Philips gemäss CEO Frans van Houten zu einem führenden Technologie-Unternehmen im Bereich Gesundheit, Haushalt und Kaffee werden.

Funai ist in Japan sowie in Nord- und Zentralamerika stark vertreten, in Europa jedoch lediglich am Rand als Billigmarke bekannt. Was aus den Philips-Niederlassungen und den bestehenden Geschäftsbeziehungen wird, wurde nicht bekannt gegegeben.