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24. März 2015
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Ein Fernsehgerät ist viel High-Tech, in deren Mittelpunkt allerdings die Software steht. Je smarter und multifunktionaler die Fernseher werden, desto wichtiger wird diese Software. Dass Philips dabei auf das „Handy-Betriebssystem“ Android setzt, ist Chance und Risiko zugleich.

Apps statt Funktionen

Neben den Grundfunktionen wie Live-TV und Aufnahme müssen Fernsehgeräte heute Zusatzfunktionen wie Mietvideos (VOD), YouTube, Facebook, Twitter und Spielchen beherrschen. Dies geschieht meist mit modularen Funktionen, sogenannten Apps. Weil bisher jeder TV-Hersteller eine eigene Softwareplattform pflegt, mussten die App-Hersteller aber ihre Software für jede Marke neu anpassen. Dabei fokussieren sie sich meist auf Marktgiganten wie Samsung, kleiner Marken blieben oft auf der Strecke.

Für Smartphones und Tablets gibt es statt dessen hunderttausende Apps, bei Android lassen sich diese sogar unabhängige von der Handy-Marke einsetzen. „Einmal programmieren, millionenfach verkaufen“ lautet deshalb die Verlockung für die Entwickler.

Weil ein Tablet in der Nutzung eigentlich oft ein geschrumpfter Fernseher ist, kam schon vor Jahren die Idee auf, auch TV-Geräte mit Android zu betreiben.

TV ist kein Riesentablet

Erste Android-Fernseher von Sony scheiterten vor Jahren aber fulminant. Denn ein Fernseher ist mehr als nur ein Riesen-Tablet. Insbesondere lässt er sich nicht mit der Fingerspitze auf dem Display bedienen. Ferner gibt es mit Bild- und Tonoptimierungen oder kniffligen Aufgaben wie Entschlüsselung von codierten Fernsehsignalen viele aufwendige und zeitkritische TV-Funktionen.

TP Vision, welche heute die Fernseher unter der Marke Philips herstellt, hat dennoch letztes Jahr den Sprung ins Android-TV-Zeitalter gewagt und erste Geräte mit Android 4.4 (KitKat) ausgeliefert. Dabei zahlten aber auch die Fernsehbauer mit holländischen Wurzeln Lehrgeld, die ersten Modelle waren erst nach mehreren Softwareupdates alltagstauglich.

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