26. September 2017 | seit 1999
FILMREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
23. November 2009
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In "Harry Potter und der Halbblut-Prinz" wird es Ernst. Die Gefahr rückt näher, wird bedrohlicher und zielt auf den entscheidenden letzten Kampf ab.

Doch in der Verfilmung des Romans ist davon wenig zu spüren. Die Zauberschülerinnen und -schüler sind mittlerweile in der sechsten Klasse. Romantische Gefühle und Liebe sind angesagt, wenn nötig auch mit Hilfe eines Liebestranks. Das führt zu manchen witzigen Szenen. Eine Identifikation mit den Figuren ist jedoch nicht möglich, ebenso wenig wie in den die Bedrohung darstellenden Szenen. Hier ist eine athmosphärisch dichte, jedoch inhaltsleere Episode an die andere gereiht, ohne dass daraus eine Geschichte gewoben würde.

Symptomatisch ist die Behandlung der Titel gebenden Figur. Der Halbblut-Prinz ist zwar wegen eines zurückgelassenen Buches den ganzen Film hindurch präsent, doch als Auflösung muss ein knapper Satz, gesprochen ohne Zusammenhang, genügen. So kann ein Film nicht packen. Sätze wie "Hier ist der Ort" oder "Hier herrscht Magie" sind so banal, dass häufig auch die Athmosphäre auf der Strecke bleibt.

Manchmal sind 147 Minuten lang.

STECKBRIEF
Filmtitel:
Harry Potter und der Halbblut-Prinz
Herkunft:
England
Label:
Warner
Jahr:
2009
Regie:
David Yates
Darsteller:
Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint
Code:
2
Sprache:
deutsch, englisch, italienisch
Genre:
Action
Untertitel:
deutsch, italienisch, deutsch für Hörgeschädigte, englisch für Hörgeschädigte, italienisch für Hörgeschädigte
Ausstattung:
2 Discs mit viel Extras
Bildformat:
2.40:1 - 16:9
Tonformat:
Dolby Digital 5.1
Bildwertung:
8
Tonwertung:
7
Wettbewerb