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Publikationsdatum
14. Oktober 2015
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Jetzt hab ich auch eins! Gemeint ist das neue iPhone 6s. In meinem Gerätepark befindet sich Apples neustes Imageprodukt selbstverständlich in der altersgerechten Plus-Version mit grösserem Bildschirm und vor allem auch treffsicherer Tastatur.

Es fällt einfach, das neue iPhone zu loben. Die Technik ist wie immer vom Feinsten und die Idee, dass man mit unterschiedlich starkem Fingerdruck verschiedene Funktionen auslöst, ist zwar nicht neu, aber bei Apple perfekt gelöst.

Was mich im Alltag aber am häufigsten zum iPhone greifen lässt, ist dessen Kamera. In der Plus-Version hat diese sogar einen optischen Bildstabilisator, beim neusten 6s entwackelt dieser sogar Videos. Bei Fotos und Filmen hat das neuste Modell zugelegt. Fotos werden nun mit 12 Megapixeln geknipst und als Videokamera fängt das iPhone das Geschehen sogar in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel mit 30 Frames pro Sekunde) ein.

Schnell in Speichernot

Dass Apple noch keine einfache Lösung bietet, um die 4K-Videos ohne Steckerei auf den Fernseher zu bringen, wundert mich allerdings schon. Jedcoch hat der Hersteller baldige Abhilfe versprochen, ohne dabei konkrete Produkte zu nennen.

In schnelle Not bei meiner neuen 4K-Filmkarriere bringt mich allerdings der Speicher. Wer keinen fetten Geldbeutel hat, zahlt immerhin 880 Franken für die 16-Gigabyte-Version. Dieses Modell verweigert aber nach 20 Minuten 4K-Filmerei jedes weitere Kunstwerk. Will man vernünftig filmen, muss man also über 1100 Franken für die 128-Gigabyte-Version investieren.

Die Lösung für das Dilemma wäre einfach und günstig. Seit über einem Jahrzehnt gibt es günstige Micro-SD-Speicherkärtchen. Die kosten rund 70 Franken pro 128 Gigabyte. Die liessen sich sogar per USB-Adapter simpel an den 4K-TV stöpseln. Nur schlucken iPhones keine SD-Kärtchen. Auch der Edel-Konkurrent Samsung Galaxy S6 plus hat übrigens den MicroSD-Slot weggespart. Die Dummen sind die Handy-Nutzer, die mit abenteuerlichen Lösungen unterwegs ihre Videos irgendwie „wegspeichern“ müssen. Profitieren können bestenfalls die Netzanbieter: Bei rund 400 Megabyte pro 4K-Minute dürfte die Ferien-Roaming-Rechnung bei Cloud-Speicherung exorbitant sein.

Tja, da schüttelt man dann nur einfach den Kopf. Oder greift zu Billigalternativen wie dem LG G Flex 2. Das bietet für 250 Fränkli sowohl 4K-Videos und einen SD-Slot, der sogar mit 2-TB-SD-Kärtchen zurechtkommt.

Aber aller Mäkelei zum Trotz. Das 6s ist das beste iPhone, dass es je gab. Ego-mässig schade ist nur, dass es genau gleich aussieht wie das alte iPhone 6. Kein Mensch merkt also, dass man zur Apple-Elite gehört. Aber da kann man ja notfalls einfach Kolumnen schreiben.

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