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15. Februar 2016
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Hochgehypte sterben früher. Der koreanische Newsdienst etnews meldet, dass Samsung in neue TV-Modelle keine 3D-Fähigkeiten mehr einbauen will und LG die 3D-Modelle um die Hälfte reduzieren will.

Dabei waren 3D-Fernseher vor wenigen Jahren noch das absolute Branchenthema. Zwar sahen die Zuschauer mit den aufgesetzten Brillen immer ein bisschen wie Persiflagen aus Men in Black aus, aber vor allem Trickfilme verblüfften mit witzigen 3D-Effekten.

Inzwischen gibt es Hunderte Blu-ray Discs, welche die Filme auch in 3D enthalten. Die Internetseite bluray.com  listet immerhin 335 Titel auf und noch immer kommen wöchentlich neue dazu. Sogar bei YouTube kann man sich in einem speziellen 3D-Kanal durch Legales und Schwarzkopiertes durchklicken.

4K für verlustfreies 3D

Witzigerweise wäre inzwischen sogar die Technik reif für 3D. Denn 4K-Fernseher könnten dank ihrer doppelten Auflösung auch auf polarisierenden Systemen 3D-Filme in HD ohne Detailverlust abspielen. Im 3D-Modus mit den günstigen Pol-Brillen wird nämlich je die Hälfte der Pixel für das linke und rechte Auge verwendet. Das reduzierte einen bisherigen Full-HD-Fernseher im 3D-Modus auf eine 720p-Auflösung.

Weil die neuen 4K-Fernseher für die riesige Pixelanzahl auch flinke Prozessoren benötigen, ist sogar die Umrechnung von 2D auf 3D nun in einer Qualität möglich, die nicht primär Brechreiz verursacht.

Letztlich sind die 4K-Geräte meist auch grösser und protzen mit bis zu 65 Zoll Diagonale. 3D macht mehr Spass, wenn möglichst das ganze Blickfeld vom Bild ausgefüllt wird.

Die neuen 4K-Fernseher könnten also gutes 3D, nur wollen das anscheinend inzwischen die Konsumenten nicht mehr. Oder greifen lieber zum billigsten Modell und sind nicht bereit, den 3D-Aufpreis zu berappen.

Schuld am 3D-TV-Fiasko ist aber hauptsächlich das gute, alte Kino. Denn auf der riesigen Leinwand ist 3D einfach ein so gutes Erlebnis, dass die heimische 3D-Glotzerei im Vergleich dazu nur ein billiger Abklatsch bleibt.

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